Tag der offenen Tür (TOT)

(August 1999)

 

Jedes Jahr im Sommer findet in der Niederauerbach Kaserne in Zweibrücken ein Tag der offenen Tür (TOT) statt. Dabei werden von den  Kompanien verschiedene Vorführungen aufgebaut. Eine der zwei Kampfkompanien macht hierbei eine Vorführung. Im Jahr 1999 hatte die 4. Kompanie die Ehre, am TOT eine "Erstürmung eines Funkpostens" vorzuführen. Der Aufbau und vor allem die Übungsphase, sowie die Abstimmung der einzelnen pyrotechnischen Effekte, benötigten ca. zwei Wochen Vorbereitungszeit, damit alles so realistisch wie nur möglich aussah. Das Objekt besteht aus einem einstöckigen Gebäube mit zwei Räumen, das zur Zuschauerseite hin offen ist. Das Gebäude selbst besteht aus zusammengenagelten Munitionskisten und ist mit Jutesäcken verkleidet. Das Dach hingegen besteht aus Plastikplanen und Tarnnetzen. Halbverdeckt dahinter steht ein getarnter 2-Tonner-Unimog und ein Funkturm aus Pi-Stangen.

 

 

TOT1_k.jpg (12135 Byte)Die Vorstellung der Truppe. Von links nach rechts: Der Gruppenführer mit Sanitäter und Funker, zwei Scharfschützen im Tarnanzug, der MG-Trupp, der Stoßtrupp und zu guter letzt der Blend- und Sprengtrupp, bestehend aus zwei Soldaten mit Nebelgranaten und Sprengrohr. Im Vordergrund der Kompaniechef und rechts der Bataillonskommandeur. Im rechten Hintergrund ist das Objekt mit dem Funkturm zu erkennen.

TOT2_k.jpg (11756 Byte)Nachdem die beiden Scharfschützen auf Funkbefehl die zwei Wachposten in den Sandsackstellungen ausgeschaltet haben, beginnt das Deckungsfeuer der zwei MG-Trupps auf das Gebäude und den Unimog unter dem Tarnnetz. Nachdem die beiden Soldaten des Blend- und Sprengtrupps ihre Nebelgranaten möglichst weit in Richtung der S-Drahtsperre geworfen haben, um die weiteren Aktionen so gut wie möglich zu tarnen, läuft einer der beiden nach vorne und schiebt das 2m lange Sprengrohr unter die dreifache S-Draht-Sperre.

TOT3_k.jpg (12178 Byte)Nachdem eine Schneise in die S-Draht-Sperre gesprengt wurde (ein sehr komplizierter Effekt), stürmt der Stoßtrupp nach vorne. Er sichert die Hausfront und die Ecken, danach sprengt er mit einer Handgranate die Haustür auf, um ins Gebäudeinnere zu gelangen. Dort werden die zwei Räume freigekämpft, die Funkanlage zerstört und eventuell wichtige Unterlagen des Feindes mitgenommen. Bei dieser Erstürmung wird ein Soldat angeschossen und per Funk wird ein in der Nähe fliegender Hubschrauber zum Abtransport des Verletzten angerufen.

TOT4_k.jpg (11652 Byte) Schon nach wenigen Minuten ist der Hubschrauber in der Nähe (Bildmitte über den Bäumen). Das Objekt wird mit einer roten Nebelgranate für den einfliegenden Hubschrauber markiert. Er landet auf dem freien Platz links neben dem Gebäude und nimmt den Verletzten und den behandelden Sanitäter an Bord und fliegt ab. Danach wird das Objekt, das in der Zwischenzeit zur Sprengung vorbereitet wurde, geräumt. Nur der Blend- und Sprengtrupp bleibt und setzt die Zündschnüre der Vernichtungsladungen in Brand, bevor auch er unter Deckung der anderen das Objekt verlässt. Danach fliegt unter einem lauten Knall und Feuer das mit Sandsäcken verbarrikadierte Fenster auseinander und der Funkturm stürzt um.

TOT5_k.jpg (12744 Byte)Die Vorstellung ist vorbei. Die Ausrüstung wird abgelegt und die Besucher können sich alles aus der Nähe ansehen. Die Soldaten im blauen Monteursanzug stellten zwei der Feinde dar.

 

 

Bell_1_k.jpg (11074 Byte)Der Hubschrauber kehrt mit dem "Verletzen " und dem Sanitäter zurück und setzt zur Landung auf dem angrenzenden Feld an.

 

 

CH53_2_k.jpg (11124 Byte)Eine CH-53 der Heeresflieger setzt zur Landung an. Der Platz ist weiträumig abgesperrt worden.

 

 

CH53_4_k.jpg (11317 Byte)So ein großer Transporthubschrauber macht bei der Landung eine Menge Wind und wirbelt viel Gras auf.

 

 

CH53_6_k.jpg (11539 Byte)Die CH-53 soll Freifaller aufnehmen und sie über der Kaserne absetzen.

 

 

 

Freifaller_k.jpg (10257 Byte)Einer dieser Freifaller im Anflug.

 

 

 

HG_Winzer_k.jpg (13521 Byte)Ich posiere vor der Bell UH-1D.