Spezialausbildung

 

Die Fallschirmjägertruppe in den Kampfkompanien bekommt neben der Allgemeinen Grundausbildung zahlreiche Spezialausbildungen. Dazu gehören nicht nur die Wachausbildung oder die MG-Block-Ausbildung, sondern auch das Handgranatenwerfen und die Panzerbekämpfung. Eine zusätzliche Ausbildung kann die Ausbildung zum Militärkraftfahrer sein, bei der ein Führerschein bis zur Klasse BC-7,5 gemacht werden kann. Nachdem der Rekrut nach seiner bestandenen Rekrutenprüfung in die Kampfkampanien versetzt wurde, nimmt er an den Spezialausbildungen teil. Diese beziehen sich auf die Anforderungen im Einsatz der Truppe im Verband der KRK. Dafür werden viele Übungen auf Truppenübungsplätzen wie z.B. im berühmten "Hammelburg" (Bayern) veranstaltet. Hier werden besonders der Orts- und Häuserkampf in dem einzigen deutschen Übungsdorf "Bonnland" trainiert. Eine andere zusätzliche Ausbildung ist eine einfache Kletterausbildung, die auf dem Kasernegelände stattfindet.

Abseilen_1_k.jpg (3066 Byte)Die einfache Kletterausbildung besteht aus Knoten- und Seilkunde und fährt mit Abseilübungen aus dem Kompaniegebäude fort.

 

 

Abseilen_2_k.jpg (3037 Byte)Dabei geht es auch um Konzentration, Körperkontrolle und Überwindung von Höhenangsten. Aber man ist steht´s mit einem Seil vom Ausbilder gesichert.

 

 

Verwundeten_abseilen_1_k.jpg (12434 Byte)Die Kletterausbildung ist wichtig für die Möglichkeit der Überwindung sämlicher Geländeabschnitte. Und wenn nötig auch mit Verwundeten. Deshalb wird auch dieses unter Realbedingungen eingeübt.

 

Verwundeten_abseilen_3_k.jpg (12671 Byte)Hier das Abseilen eines "verletzten" Kameraden an einer Felswand.

 

 

Winterkampf1_k.jpg (13019 Byte)Die Kampfkompanie in der Winterkampf bzw. Skiausbildung in Bayern in der Nähe von Altenstadt im Schongau.

 

 

AGDUS_System_k.jpg (12294 Byte)Hier drei meiner ehemaligen Kameraden auf der Ladefläche eines 2-Tonners auf einer Übung in Hammelburg im tiefsten Winter. Die Tarnwirkung der Schneetarnanzuge wird eingeschränkt durch das Tragen des AGDUS-Systems, welches aus diversen Sensoren und der Elektronik besteht. Diese macht es zusammen mit dem Laserabstrahlgerät an den Läufen der Waffen möglich, realitätsnahe Treffer und auch verschiedene Verwundungsarten simulieren zu können. Dabei wird beim Abfeuern der Waffe mit Platzpatronen ein nicht sichtbarer Laserstrahl auf das anvisierte Ziel gesendet. Je nachdem, von welchem Sensor der Laserstrahl registriert wird, ertönt ein sehr lauter Piepston und die Art der Verletzung wird in einem Display in dem schwarzen Elektronikkästchen auf der Brust angezeigt. Das System ist überlistungssicher und man kann nicht schummeln.

Wurfanker1_k.jpg (12300 Byte)Das berühmte "Bonnland", das einzige vollständige Übungsdorf in Hammelburg (Bayern), in dem in Deutschland in großem Umfang der Orts- und Häuserkampf geübt werden kann. Hier die Ausbildungsstation "Wurfanker".

 

Wurfanker2_k.jpg (12203 Byte)Der Soldat wirft ein Seil mit einem Wurfanker in ein Fenster und klettert daran nach oben.

 

 

Ortskampfbahn_k.jpg (11517 Byte)Eine weitere Ausbildungstation ist die sogenannte "Ortskampfbahn". Dabei müssen die Soldaten eine Hindernisbahn in mehreren Häusern überwinden. Es müssen z.B. glatte Hauswände an einem Seil erklommen werden, die Soldaten müssen in absoluter Dunkelheit auf allen Vieren durch ein Labyrinth kriechen oder sie müssen zwischen zwei Häusern über ein Stahlseil hangeln. Bei manchen Hindernissen ist Teamgeist und vor allem Überwindung diverser Ängste gefragt.