Der Sprunggepäckbehälter

 

Der Sprunggepäckbehälter dient dazu, den Rucksack mit der Ausrüstung, die Feldkoppel und die Waffe bei einem Fallschirmabsprung mitzuführen.
Er ist im eigentlichen Sinne kein Behälter, sondern eine offene Stofftasche, die über einstellbare Gurte in der Größe variabel ist. Die Gurte werden in der Mitte über einen Kegelverschluß verschlossen. Dieser ist unter einer Stofftasche mit Klettverschlüssen geschützt.
Beim Sprung ist der Sprunggepäckbehälter vor die Beine des Springers geschnallt. Dazu ist er mit zwei Haken in den D-Ringen des Gurtzeugs, in denen auch der Reserveschirm eingehakt ist, eingehakt. Damit es nicht nach vorne schlagen kann, laufen zwei Gurte nach hinten über die Bein. Da das Gepäck den Springer beim Landefall stört, wird es kurz vor der Landung "abgelassen". Dazu ist es über eine fünf Meter lange "Ablassleine" mit dem Gurtzeug verbunden. Der Springer zieht ca. 20m über dem Boden den roten Griff auf der Oberseite des Sprunggepäckbehälters. Dadurch entriegelt er die Verschlüsse oben, die jeweils aus drei Ösen bestehen. Zusätzlich werden die Beingurte freigegeben. Das Gepäck fällt herunter, wird aber durch die Ablassleine gehalten. Diese bewirkt dann auch, daß sich die Waffe immer oben auf dem herabhängenden Gepäck befindet, damit diese beim Aufschlag auf dem Boden nicht beschädigt wird.
Zum Öffnen des Sprunggepäckbehälters wird einfach die gelbe Stoffschlaufe gezogen. Sie zieht den Splint aus dem Kegelverschluß, die Gurte lösen sich. Das Gepäck liegt nun frei. Die Waffe des Springers ist in dem grünen Beutel rechts verstaut.

Wird in der Dunkelheit gesprungen, wird der Sprunggepäckbehälter als akustische Vorbereitung auf den kommenden Bodenkontakt gebraucht. Der Springer hört dann deutlich den Aufschlag seines Gepäcks und weiß dann, was als nächstes kommt...

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