Das Gurtzeug

 

Das Gurtzeug: Das Gurtzeug dient dazu, den Springer mit dem Schirm zu verbinden. Es trägt bei geöffnetem Schirm das Gewicht des Springers und verteilt es auf die zwei Beingurte. Der Brustgurt sichert den Springer und hindert ihn daran, aus dem Gurtzeug zu rutschen. Die Gurte sind untereinander verbunden und laufen auch kreuzweise über die Rückenplatte, auf dem der Container für das Schirmpacket befestigt ist. Dadurch kann der Schirm im ungeöffnetem Zustand wie ein Rucksack auf dem Rücken getragen werden. Auch die verschiedenen Öffnungsmechanismen sind an Gurtzeug befestigt (hier der Aufziehgriff für eine manuelle Öffnung).

Der Zentralverschluß: In ihm wurden die Gurte wie beim Sicherheitsgurt im Auto eingeklinkt. Zum Lösen mußte erst die Sicherungsklammer unter der Drehplatte herausgezogen werden, dann wurde die Platte in der vorgegebenen Pfeilrichtung gedreht. Danach mußte die Platte zum Körper hin gepresst werden, der Verschluß sprang nun auf. Diese Prozedur war natürlich sehr zeitraubend.

Hier das reine Gurtzeug ohne äußerem Packsack ausgebreitet. Unten die zwei Beingurte, in der Mitte die zwei über Kreuz laufenden Rückengurte. Darüber der Zentralverschluß, und oben die zwei Kappentrennschlösser, die in ihren Schutzhüllen versteckt sind.

 

 

Der Zentralverschluß wurde gegen Ende der Neunziger nach und nach durch das Drei-Punkt-Gurtzeug ersetzt. Hierbei können die zwei Beingurte und der Brustgurt direkt mit einem speziellen Karabinerhaken getrennt werden. An den Haupttragegurten in der Mitte sind auch die zwei D-Ringe zu sehen, in die der Reserveschirm und auch der Sprunggepäckbehälter eingehakt werden. Hier sind auch die beiden Kappentrennschlösser zu sehen.

 

An den zwei Kappentrennschlösser enden jeweils der vordere und hintere Tragegurt des Schirms, an denen die Fangleinen befestigt sind. Die Kappentrennschlösser sind durch zwei abstreifbaren Stoffkappen vor Schmutz und Beschädigungen geschützt. Sie dienen zum kontrollierten Abtrennen der Hauptkappe, hauptsächlich bei sehr starkem Bodenwind nach der Landung, wenn es dem Springer nicht mehr möglich ist, aufzustehen und die nicht zusammenfallende Kappe zu umlaufen.

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